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Die Leichtigkeit von der ich gar nicht wusste, dass sie mir fehlt

  • vor 21 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Ich muss gerade selbst ein bisschen weinen, während ich das schreibe.

Nicht, weil etwas Schlimmes passiert ist.

Sondern weil ich gerade wieder etwas spüre, von dem ich gar nicht gemerkt habe, wie sehr es mir gefehlt hat:



Leichtigkeit.


In den letzten Tagen ist etwas in mir ruhiger geworden.

Ich wache morgens auf und habe nicht sofort dieses Gefühl, etwas tun, leisten, schaffen oder irgendwohin zu müssen. Außer zu meiner Arbeit - welch ein Segen, ich fahre gerne dort hin, das gab es auch noch nicht oft in meinem Leben, abgesehen von meiner Selbstständigkeit.


Morgens gehe mit dem Hund raus und plötzlich ist da dieser Sonnenaufgang.

Milane, die über mir ihre Kreise ziehen.

Ein Fuchs, der meinen Weg kreuzt.

Schmetterlinge und Libellen, die durch die Luft tanzen.

Das Licht zwischen den Bäumen und die rauschenden Blätter im Wind.


Und ich stehe da. Und freue mich. Einfach so.


Manchmal kommen mir dabei sogar die Tränen.


Freudentränen.


Und ich glaube, genau das berührt mich gerade so sehr, denn ich kenne auch andere Zeiten.

Zeiten, in denen ich morgens nicht aus dem Bett kam.

In denen die Freude einfach nicht da war. Lustlosigkeit, kein Antrieb.

Zeiten in denen Arbeiten gehen sich nach so viel Müssen, Verantwortung, Schwere und Druck angefühlt hat. Ohne Selbstbestimmung.

In denen ich tief unten festhing und mir so sehr gewünscht habe, endlich wieder etwas anderes zu spüren.


Und heute?


Heute ist jetzt.


Und genau das wird mir gerade immer bewusster.


Ich darf loslassen.

Den Druck, die Sorgen, das Gefühl, immer weiterrennen, funktionieren und etwas erreichen zu müssen.


Auch wenn das Außen manchmal genau das von uns zu verlangen scheint.


Ich darf Leichtigkeit spüren.


Ich darf morgens mit meinem Hund losgehen und mich über die Natur und diese Weite hier auf dem Land erfreuen, es auch tief zu spüren welch ein Luxus das eigentlich ist.

Und plötzlich ist es auch egal wie das Wetter gerade ist - der Moment ist einfach schön - WOW, was für ein Gefühl.


Ich darf mich einfach freuen, dass ich da bin. Die Gedankenkreise loslassen, was für ein entspannter Moment.


Vielleicht habe ich in der Vergangenheit zu oft versucht, aus meinem Leben etwas machen zu müssen. Etwas zu erreichen und unterbewusst auch Anerkennung zu bekommen. Warum? darüber schreibe ich extra noch einmal.


Einen Plan haben zu müssen, Struktur, Disziplin.

Ein Ziel.

Ein Konzept.

Eine Aufgabe.

Eine Version von mir, die irgendwo ankommen soll. Obwohl ich im Kopf weiß, dass das Quatsch ist und ich auch so wertvoll genug bin.


Und gerade fühlt es sich so schön an, einfach nur da zu sein. Nicht immer etwas erklären, vermitteln, präsent sein usw.

Nicht immer Coach sein und Mehrwert posten


Einfach Yvonne sein.


Mitten im Leben.


Und vielleicht ist genau das gerade mein größtes Geschenk:


diese pure Freude am Sein.


Diese Leichtigkeit.


Dieses Gefühl, das immer inniger wird.


Und manchmal stehe ich morgens da, habe Tränen in den Augen und denke einfach nur:


Puuuh…

was ist das schöööön!


Vielleicht ist Glück manchmal gar nichts Großes.

Vielleicht ist es genau dieser eine Moment,

in dem wir plötzlich wieder merken:


Ich bin da.

Ich bin lebendig.

Und ich darf das Leben gerade einfach genießen - so wie es ist!


Kennst du dieses Gefühl?

Sehnst du dich auch danach?


Ich habe mich schon so oft danach gesehnt und in den vergangenen Jahren winzige Sekundenmomente auch wahrgenommen.

Aber JETZT ist es tiefer, länger und irgendwie sogar abrufbar. Kann man das so sagen?

Ja, ich denke schon :-)


Das war und ist mein erster Blogeintrag- Cool, schönes Gefühl! Es darf wachsen. Ich freue mich mega darauf!


Deine Yvonne

 
 
 

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